authorship in design

translations-Symposium

Eine besondere Atmosphäre herrschte vom 20. bis 21. November am Campus Holzstraße der Fachhochschule Mainz: Namhafte Designer wie Stefan Sagmeister, Mike Meiré, Erik Kessels oder Joachim Sauter und Lars Müller, Newcomer wie Pixelgarten, alte Bekannte wie Catalogtree oder Theoretiker wie Rick Poynor, Petra Eisele und Oliver Vodeb lockten fast 400 Besucher zum dritten internationalen translations-Symposium der Lehreinheit Kommunikationsdesign.

Rund sechs Monate hatte ein 5-köpfiges Orga-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Isabel Naegele und Prof. Philipp Pape gearbeitet, um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Zwei eigens eingerichtete Kurse beschäftigten sich zum einen mit dem Erscheinungsbild und zum anderen mit der Interpretation von thematisch passenden Zitaten in Form von typografischen Installationen und gab dem Campus Holzstraße damit ein künstlerisches Gesicht. Am translations-Wochenende selbst sorgten zusätzlich 35 Studierende hinter den Kulissen für das leibliche Wohl der Besucher und den reibungslosen Ablauf. Und das nicht umsonst: Die Resonanz war auch außerhalb der Fachhochschule groß und die Besucher zeigten sich rundum zufrieden.

Unter dem Titel »authorship in design – autorschaft im design« befasste sich das Symposium mit dem Selbstverständnis und der gesellschaftlichen Rolle des Kommunikationsdesigners. Unsere Gäste bewiesen vor allem, wie vielfältig die Disziplin Kommunikationsdesign eigentlich ist: Theoretiker, Praktiker, Visionäre, politische Aktivisten, jeder der Referenten präsentierte ein eigenes Verständnis von Verantwortung gegenüber seinen Ideen, Produkten, Kunden, Konsumenten und sich selbst.

So scheinen die Referenten sich bei allen Unterschieden doch in einem Punkt einig: Gerade in der heutigen Zeit, in der einzelne Autoren scheinbar zu verschwinden scheinen, sind eigenständige Ideen und Konzepte wieder gefragt. Sie verstehen sich nicht als Übersetzer, sondern als Autoren, sind sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst und gehen selbstbewusst damit um.


Das Thema „Autorschaft im Design“ wird die Fachhochschule Mainz auch noch weiter beschäftigen. Denn die translations\03 bildete den Auftakt zum neuen Masterstudiengang Gutenberg Intermedia, der im kommenden Wintersemester in der Lehreinheit Kommunikationsdesign startet. 16 ausgewählte Studierende erhalten dann die Möglichkeit, an anspruchsvollen Projekten zu arbeiten und die eigene visuelle Autorschaft in einer Masterarbeit zu entwickeln.

Mehr Informationen zu unserem Masterstudiengang finden Sie in Kürze unter
www.gutenberg-intermedia.de

Fotos: Steffen Meyer und Lena Giovanazzi