Berlin, Berlin…

…wir fahren nach Berlin

Wie unterschiedlich können Design- und Alltagsobjekte präsentiert werden? Diese Fragestellung wird in diesem Semester nicht nur in den Seminaren von Prof. Dr. Isabel Naegele und Prof. Petra Eisele behandelt, sondern auch vor Ort in Berlin Museen und Design-Institutionen.

Im Rahmen der Projekt- und Exkursionswoche stand der Besuch des neu eröffneten Werkbund-Archivs – Museum der Dinge auf dem Plan, das anlässlich der Hundertjahrfeier des Deutschen Werkbundes den »Kampf der Dinge« wirkungsvoll in Szene setzte. Gleich nebenan konnte Einblick in die „Imaginäre Manufaktur“ (DIM) der Berliner Blindenwerkstatt gewonnen werden. Weitere Stationen waren die Gedenkstätte »Blindenwerkstatt Otto Weidt« in den Hackeschen Höfen und die Ausstellung des Finnischen Designers »Eero Aarnio« im Gebäudekomplex der Nordischen Botschaften. Am nächsten Tag führte der Weg ins Bauhaus-Archiv, wo die Ausstellung »Werkbundausstellung Paris 1930 – Leben im Hochhaus« das Phänomen »Ausstellung für eine Ausstellung« reflektieren ließ. Quasi als gestalterisches Kontrastprogramm schloss das DDR-Museum provokant mit der Frage an, ob eine kritische Auseinandersetzung mit Geschichte nicht auch durch den direkten Umgang mit alltagskulturellen Objekten erschwert werden kann.