GEN – Gender Equality Night

Eine Ausstellung mit 28 Plakaten, die bewegen. 25 der ausgestellten Plakate sind von Frauen, 3 der ausgestellten Plakate sind von Männern. Es gibt nicht ganz das Geschlechterverhältnis im Studiengang Kommunikationsdesign wider, welches aktuell bei 75% weiblich und 25% männlich Studierenden an der HS Mainz liegt. Doch es zeigt eine Richtung, eine Tendenz. Im Berufsalltag hingegen verschiebt sich dieses Verhältnis wieder, ganz besonders wenn man die Führungspositionen in Agenturen betrachtet: nur 21% der Führungskräfte sind weiblich, also nicht einmal die Hälfte.

„#equalitynow – gemäß dem Leitspruch unserer GEN Ausstellung möchten wir darauf aufmerksam machen, dass in Sachen Gleichberechtigung noch einiges geschehen muss. Nach wie vor verdienen Frauen in den gleichen (!) Berufen deutlich weniger als Männer, noch immer werden ungeborene Babys abgetrieben, wenn sich herausstellt, dass es sich um ein Mädchen handelt. Genauso werden Männer, die so etwas simples wie rosafarbene Kleidung tragen, beleidigt oder diskriminiert. Mit unserer Ausstellung möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Sexismus und Ungleichheit auch heute noch große Probleme darstellen. Trotz vieler Erfolge in den letzten Jahren gibt es noch einiges zu tun. Außerdem möchten wir ein Augenmerk darauflegen, dass Gender Equality keinesfalls ein Frauen-Thema ist: Männer haben genauso mit gesellschaftlichen Rollenbildern und Stereotypen zu kämpfen.“

So lauten nur einige der Gründe, die die drei Initiatorinnen Hanh-Nhien Pham, Claudia Schulz und Julia Reinemann dazu motivierten ihre GEN Ausstellung ins Leben zu rufen. Betreut wurde das Projekt von Professorin Sylvie Pagé.
Der geplante Ausstellungszeitraum war vom 27.07.- 03.08.2018 im Gutleut Mainz. Die Ausstellung wurde sogar aufgrund der zahlreichen, positiven Resonanzen um eine Woche verlängert.
Trotzdem war es für einige Besucher, so die Initiatorinnen, der erste, nähere Kontakt mit der Thematik und genau das ist es, was sie berührt und antreibt weiter zu machen: es sollen sich noch mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen, denn es betrifft uns alle. Und ist nichts für den Aktenschrank. Neben den Plakaten der Studierenden wurden ausgewählte Filmprojekte entsprechend dem „gender equality film project“ von sieben verschiedenen Partneruniversitäten, wie Israel, Chile oder Polen gezeigt.

Das heute Journal zu Gast

Eine weitere Besonderheit der Ausstellung war der Besuch der ZDF und heute Journal Redakteurin Sabine Schultz, die auch gleich das heute Journal mit in die Ausstellung hinzuschaltete. Seit 1984 arbeitet sie für den öffentlichen Sender und berichtet seither von den großen Filmfestivals in Cannes, Berlin oder Venedig. Und wen hat sie nicht alles schon getroffen und interviewt. Robert Redford oder George Clooney, Meryll Streep oder Cate Blanchett. Vor allem Cate Blanchett hat sie dieses Jahr beim Festival in Cannes ganz besonders begeistert, mit ihrem lautstarken Engagement für – Gender Equality! Und genau aus dem Grund kam Sabine Schultz auch zur Ausstellung: um davon zu erzählen und weil es so wichtig ist, die Thematik immer wieder nach außen zu tragen.

Und die Reise geht weiter: Die drei Initiatorinnen Hanh-Nhien Pham, Claudia Schulz und Julia Reinemann möchten ihre Ausstellung in der Zukunft auch an anderen Orten zeigen und bei Interesse kann man sich an den untenstehenden Kontakt wenden. Denn letztlich ist es ein Thema, dass unser Miteinander in einer freien und offenen Gesellschaft betrifft.

Einen besonderen Dank möchten die Initiatorinnen und Prof. Sylvie Pagé an dieser Stelle Frau Christine Schrandt aussprechen, die sich stark für den weiteren Verlauf der Ausstellungen engagiert.

Jeder kann etwas verändern.
#equalitynow

Weitere Infos
genderequalitynight@gmail.com

 

FAQ // Participating partner universities, acade mies and institutio ns:
Shenkar – Engineering. Design. Art, Tel-Aviv, Israel; Rufa – Rome University of Fine Arts, Rome, Italy; Universidad del Desarrolo, Santiago de Chile, Chile; Universitat Politècnica de València, València, Spain; Inholland University of Applied Sciences, Haarlem, Netherlands; Dún Laoghaire Institute of Art, Design and Technology, Dublin, Ireland; Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem, Israel; Polish-Japanese Academy of Information Technology, Warsaw, Poland