Good Bye Lucky Seppel Passage

SGP-Räume werden geschlossen

Aus der anfänglich als Notlösung gedachten Anmietung am Standort Seppel-Glückert-Passage (SGP) ist im Laufe der Zeit eine modellhafte Studiensituation entstanden. Die kleine Einheit in der SGP erlaubte Änderungen unabhängig vom Betrieb in der Holzstraße. Es entstanden die ersten studentischen Arbeitsräume, welche sieben Tage die Woche während 24 Stunden zugänglich waren. Assistenten waren in die Lehre integriert. Computerarbeitsplätze mit Internetzugang standen uneingeschränkt zur Verfügung. Ein vernetzter AV Medienraum stand zur Verfügung. Es waren eine eingerichtete Küche und ein Aufenthaltsraum vorhanden.

 

Dies schuf eine Atmosphäre der Anregung und der Kommunikation. Es entstanden richtungsweisende Projekte so z. B. die Gestaltung Strassenbahnen oder der Pavillon mit den Ausstellungen zum Gutenberg Jubiläum. Die SGP war ein anregender, interessanter Ort, an dem man sich gerne aufhielt. Künstler, Designer, Musiker, Schriftsteller und Wissenschaftler besuchten uns. Die Semesterparties waren legendär.

Am 16. Februar 2009 wurden die SGP-Räume des Fachbereichs Gestaltung geschlossen. Damit ging eine mehr als 30jährige Ära zu Ende. In dieser Zeit belegten ca. 14.400 Studierende mehr als 1000 verschiedene Angebote im Laufe von 60 Semestern bei 10 Dozenten und 14 Assistenten. Es fanden Workshops mit internationalen Gastdozenten statt.


Fazit
Es gab eine kleine Einheit innerhalb des Studiengangs. Eine autarke, vom Lehrinhalt bestimmte Organisation. Die SEP war eine atelierähnliche Einrichtung, mit der Unterstützung der allgemeinen Verwaltung und technischer Betreuung durch das Hausmanagement.

Die Passage zu Ende. Auf zur nächsten.
Roland Siegrist, März 2009