Caroline Martin

Delete entire history? – Mein flaches Zeitbewusstsein.

Eigentlich benutzt jede Stadt eine Reihe ihrer Denkmäler, um für sich zu werben. Schnell sind sie dann auf einer „die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten“-Listen, die es sich lohnt anzusehen. Denkmäler werden so zu Anlaufstellen, die es abzuarbeiten gilt. Schlussendlich ein Ablauf, der sich automatisiert hat.

Die Frage ist, nehmen wir bis auf einige Erinnerungsfotografien noch mehr mit? Oder bleibt von der Geschichte nur eine Kulisse zurück? Was könnte es für Folgen haben, wenn Denkmäler ihrer Bedeutung wandeln?

Vor diesem Hintergrund werden anhand von einigen aktuellen Beispielen innerhalb eines Kurzfilmes mehrere Fragen aufgeworfen: Sollte man manche Sachen vielleicht gar nicht ins Bewusstsein rufen, da es politisch falsch aufgenommen werden könnte? Wie behandelt man ein kollektives Trauma, wenn sich Menschen aufgrund aktueller Ereignisse gerade durch ein Denkmal verletzt fühlen? So zum Beispiel, wenn sich Amerikaner mit afroamerikanischen Wurzeln durch ein Denkmal für einen Südstaaten-General angegriffen fühlen. Sollte man dieses dann entfernen? Oder fängt dort nicht eine Zensur an, da man die Geschichte sowieso nicht umschreiben kann?

Mit diesen Fragen im Blick bringt der Film einige Kontroversen zur Sprache, bei denen Denkmäler auf Grund von politischen Strömungen ihre Bedeutung und ihren Stellenwert wandeln. Ziel des Filmes ist es eine Sensibilisierung für die Wahrnehmung und den Umgang öffentlicher Räume zu schaffen.