Kampagne gegen Fake News

Allgemeine Zeitung Mainz

5G ist Schuld an Corona? Den Klimawandel gibt es nicht? Knoblauch, Globuli oder Bleichmittel als „Wundermittel“?

Es gibt Fake News, die sich ziemlich offensichtlich als solche entpuppen. Und es gibt Fake News, Nachrichten und auch Bilder, die so gut sind, die so wahr klingen und die so wirklichkeitsgetreu aussehen, dass sie real sein könnten. Irgendwann stellt sich dann die Frage, was Realität ist und wie man das „Echte“ vom „Falschen“ unterscheiden kann.

Vier Monate lang beschäftigte sich ein Seminar am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Mainz mit dem gesellschaftlich höchst aktuellen Thema Fake News. Nun berichtet die Mainzer Allgemeine Zeitung über die entstandenen Kampagnen.

Ziel des Seminars war es, dass Studierende öffentlichkeitswirksame Kampagnen entwickeln, mit denen verschiedene irrationale Phänomene sichtbar gemacht werden. Dabei sollten unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, zum Beispiel Schüler ab der 7. Klasse, aber auch Eltern oder Jugendliche. Die Wahl der Medien war den zehn Gruppen freigestellt, sie wurde den Kampagnen entsprechend gewählt.

Am Ende des Semesters sind nun zehn verschiedene Kampagnen entstanden: So zum Beispiel eine Plakat-Serie, die sich gegen Hass in sozialen Netzwerken richtet, eine andere, die versucht, Impfgegner anzusprechen. Eine Gruppe entwickelte eine interaktive Wander-Ausstellung für Schulen zum Thema Fake News, und eine andere Gruppe produzierte sogar einen eigenen Rap-Song samt Videoclip, in dem für Jugendliche das Thema der digitalen Bildfälschungen thematisiert ist.

Angela Gries und Isabella Lang haben in diesem Kontext eine Wanderausstellung an Schulen konzipiert: „Um den allgegenwärtigen „Fake News“ entgegenzuwirken, wollen wir bei Jugendlichen ansetzen und sie über das Thema aufklären. Dafür haben wir eine interaktive Plakatausstellung gestaltet, bei denen sich die Schüler mithilfe von Augmented Reality animierte Poster auf dem Handy ansehen können, die die Problematik und Lösungsansätze erläutern.“

Geleitet wurde der Kurs von Charlotte Schröner und Stefan Enders, die in der Fachrichtung Kommunikationsdesign als Professorin für Konzeptionelles Gestalten bzw. als Professor für Fotografie lehren.