Marcel-Christopher Backscheider

… but all the rest of the messy, beautiful and boring days in between

Gestaltung als Bricolage im Modus des Dilettantismus – Eine Positionsbestimmung

Mit … but all the rest of the messy, beautiful and boring days in between ist ein andauerndes research-Projekt entstanden, das die lineare, geplante und spezialisierte Arbeits­weise im Bereich Grafik­design hinterfragt. Aus­drucks­möglichkeiten und Arbeitsmittel werden erprobt und das Streben nach Perfektion kritisch betrachtet. So liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Abschließen eines Projektes, sondern vielmehr auf den Abwegen, auf die man gerät, den Entwürfen und Studien, die hierbei entstehen, sowie dem Sammeln von Erfahrungen. Das Ergebnis ist eine Bricolage, die durch das Zusammentragen und -wirken all der Eindrücke, Methoden, Arbeitsweisen und -mittel, Fundstücke und Inspirationen entsteht. Der Modus, in dem diese Bricolage zustande kommt, ist der des Dilettantismus – in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes: in der Faszination, etwas auszuprobieren, zu sammeln, zu untersuchen und hergebrachte Arbeitsmittel zu hinterfragen, neue zu lernen oder bekannte in einem anderen Kontext anzuwenden. Entstanden ist ein Wechselspiel zwischen analog und digital, angewandt und frei, Entwerfen und Abschließen. Diese Arbeitsweise kann als eine Art andauerndes Brainstorming gesehen werden. Vor allem trägt das Hinterfragen der eigenen Arbeit aber zur persönlichen Entwicklung bei, indem sie eine größere Diversität in den Formen des gestalterischen Ausdrucks erlaubt.

Kategorie: Grafikdesign & Designgeschichte
Medium: verschiedene Objekte, Website, Magazin
Betreuende Professorin: Prof. Dr. Petra Eisele
hi@marcelbackscheider.de