Robin Christopher Körner

Grafische Synthesis – Ein Ausdruck manueller Typografie

Diese Arbeit bezieht sich auf die Schnittstellen zwischen der Typografie und dem analogen Erarbeiten gestalterischer Werke, die überwiegend gesellschaftliche Themenbereiche behandeln, sowie als sozialpolitisches Instrument der Informationsvermittlung ihre Beteiligung finden.

Das resultierende typografische System, bestehend aus einem Satzschriftentwurf mit einem Umfang von 186 Glyphen, dient in Seminaren der experimentellen Formgebung, als Gestaltungsmittel für gemeinschaftliche Aktionen und gleichermaßen als Grundlage für die kritische Auseinandersetzung mit der Orthotypografie. Folglich sensibilisiert der achtsame Gebrauch das Bewusstsein für die manuelle Druckerzeugung und bietet durch seinen performativ partizipativen Gebrauch eine unterstützende Konstante für den Ausdruck gestalterischer wie auch sozialer Werte. Der Duktus des auf drei Festbreiten basierenden Schriftbildes vereint die Formensprache der Chirografie mit der Abstraktion geometrischer Zeichen und findet durch die Visualisierung zusätzlicher Ideogramme einen Verweis auf die digitalisierte Verständigung im zeitgenössischen Kontext.

Gestalterische Charakteristika und technische Grunddaten werden in einer beiliegenden Publikation gesammelt und vereinen einen ganzheitlichen Einblick in die Methodik, die Realisierung und in eine seriellen Darbietung an Gestaltungsschemata, hervorgehend aus der experimentellen Anwendung der Drucktypen.

Betreuer: Prof. Johannes Bergerhausen
E-Mail: chrisrobkoerner@gmail.com
Website: www.robinchristopherkoerner.de