Theresa Dzung Tien Nguyen

in der Luft lässt es sich schwer atmen

Die Schwebe, ein schwer zu beschreibender Gefühlszustand: Eine vermeintliche Leichtigkeit, die schnell auch eine ambivalente Qualität bekommen kann.

Auf der einen Seite kennen wir Redewendungen wie »auf Wolken schweben«, um Glücksgefühle zu beschreiben, auf der anderen Seite stehen Ausdrücke wie »in der Schwebe«, »im Limbo«, »im Schwebezustand«, welche wir in Bezug auf Zeitabschnitte, Entscheidungen, Identitäten, Geschehnisse gebrauchen.

Gemeint ist damit ein Zustand der Undefinierbarkeit, eine schleichende Präsenz der Unsicherheit – ein diffuses, schwer zu greifendes Gefühl. Finden wir keinen Halt, so kann das Empfinden eines solchen Schwebezustandes auf Dauer stärker, zehrender und unerträglicher für uns Menschen werden.

Bei dieser Arbeit wurde sich mit dem Gefühl der Schwebe in seiner Vielschichtigkeit und Ambivalenz auseinandergesetzt. Dem Zustand wurde sich mit einer Kommunikation und Wertschätzung von Lebensphasen, die mit dem Begriff der Schwebe beschrieben werden, angenähert.

Als Gegenpole zur Schwebe scheinen sich Orientierung, Geborgenheit und Schutz zu präsentieren. Diese spiegeln sich in den gewählten Materialien und in der Formsprache wider.

Kategorie: freie Gestaltung
Medium: Textil, Broschur
Betreuende Professorin: Prof. Katja Davar
Mail: theresadzungtien.ng@gmail.com
Bilder: Fotocredits – Mareike Bundschuh